Leipziger Schulen im Austausch | kdd-forum 2026 zur Kultur der Digitalität
Am 12. März 2026 fand in der Quartiersschule Ihmelsstraße das kdd-forum 2026 des Medienpädagogischen Zentrums (MPZ) statt. Rund 140 Teilnehmende – darunter Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie andere pädagogische Fachkräfte – kamen zusammen, um sich über schulische Praxis, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven rund um die „Kultur der Digitalität“ (kdd) auszutauschen. Insgesamt beteiligten sich 16 Schulen mit eigenen Impulsen am Forum.
Das kdd-forum bot einen Rahmen für neue Anregungen für die eigene Schule sowie kollegialen Austausch und Vernetzung. Grundschule, Gymnasium, Oberschule und Berufsschule: die große Bandbreite der vertretenen Schulformen und Perspektiven machte deutlich, wie vielfältig Medienbildung und Schulentwicklung in Leipzig bereits gestaltet werden. Die Atmosphäre des Nachmittags war offen, inspirierend und von großer Bereitschaft geprägt, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.
In den Themenfeldern „Digital gestütztes Selbstlernen fördern“, „Medienkompetenz leben und aktiv gestalten“ sowie „Schul- und Unterrichtsorganisation digital gestützt umsetzen“ wurden Praxisbeispiele aus Leipziger Schulen sowie Angebote von Initiativen des Arbeitskreis Medienpädagogik Leipzig vorgestellt. Das Forum zeigte dabei sehr konkret, wie „Kultur der Digitalität“ im schulischen Alltag Gestalt annehmen kann: So stellte ein Lehrer der Klaus-Gottschalk-Schule vor, wie digital gestütztes Selbstlernen mit LernSax und H5P Lernprozesse strukturieren und individualisieren kann; ein Vertreter der Schule Ihmelsstraße (Oberschule) zeigte wie Moodle im Selbstlernkonzept „Lernbüro“ eingesetzt wird; und die Nachbarschaftsschule gab, vertreten durch Dr. Franziska Bader, Einblicke in spannende Unterrichtsszenarien mit digitalen Tools.
Im Schwerpunkt Medienbildung wurde sichtbar, wie Schulen eine „Kultur der Digitalität“ partizipativ gestalten – etwa durch das Schulradio der Kurt-Masur-Schule, die Medienscouts-Arbeit an drei verschiedenen Schulen oder Einblicke in die Medienbildungskonzepte durch das Evangelische Schulzentrum sowie die Schule Ihmelsstraße (Gymnasium). Im Bereich der digital gestützten Organisation zeigten Beiträge wie der Erfahrungsaustausch zu iPads, die Etablierung von Tabletklassen an der Schule Ihmelsstraße (Gymnasium) oder Erfahrungswerte mit einem digitalen Noten- und Klassenbuch an der Klaus-Gottschalk-Schule, wie digitale Werkzeuge auch Zusammenarbeit, Transparenz und Abläufe im Schulalltag unterstützen können.
Auch Schülerinnen und Schüler waren aktiv in das Forum eingebunden. In den Impulsen zu Medienscouts-Initiativen an Leipziger Schulen wurde sichtbar, wie wichtig ihre Perspektiven und ihre Mitgestaltung und Mitbestimmung für schulische Entwicklungsprozesse sind. Damit wurde das Forum auch zu einem Ort, an dem Beteiligung, Verantwortung und Lernen auf Augenhöhe erfahrbar wurden.
Ein zentrales Motiv des Nachmittags war die Vernetzung zwischen den Schulen. Schon zur Begrüßung brachte Dr. Thomas Hickfang, Teamkoordinator des MPZ, dies mit dem Satz „Digitalität steht für Kooperation und Vernetzung“ auf den Punkt. Dieser Gedanke spiegelte sich im Verlauf des Forums vielfach wider — sowohl in den Impulsen als auch in den Gesprächen zwischen den Teilnehmenden. Gleichzeitig wurde in den Rückmeldungen deutlich, dass es an vielen Stellen noch mehr Zeit für Austausch hätte geben können.
Die Resonanz auf das kdd-forum 2026 war insgesamt sehr positiv. Das Veranstaltungsformat wurde als relevant, anregend und durchweg weiterempfehlenswert eingeschätzt. Viele Teilnehmende äußerten zudem den Wunsch nach einer kontinuierlichen Ausrichtung des Formates und unterstrichen in persönlichen Gesprächen die besondere Bedeutung einer Präsenzveranstaltung für Austausch und Vernetzung.
Das kdd-forum 2026 hat damit gezeigt, wie groß das Interesse an gemeinsamer Weiterentwicklung, praktischen Impulsen und schulübergreifendem Lernen in Leipzig ist. „Kultur der Digitalität“ wurde an diesem Nachmittag nicht nur thematisiert, sondern in vielen Beiträgen und Begegnungen konkret erfahrbar.


































